08.09.2012 - Umzug nach Killarney und Muckross House

Leider mussten wir heute das Haus räumen. Der Vermieter vermietet nur wochenweise und da die Regensburger am Montag und wir am Mittwoch abreisen wollten, haben wir uns für die restlichen Tage in einer Pension, dem "19th Green" bei Killarney eingemietet. Da wir unmöglich alle Sachen und alle Menschen zusammen ins Auto stopfen konnten, fuhren Tobi und Andreas eine Fuhre schon mal zur Pension und Silvia, Alexander und Heidrun konnten noch eine gute Stunde die Terrasse nutzen, während die Putzfrau bereits das Haus für die Nachmieter vorbereitete. Aber dann hieß es "Adieu schönes Haus" und "Hello 19th Green"! Das war allerdings zunächst etwas enttäuschend. Silvia und Andreas hatten eine wunderbare Unterkunft im Sinn und hatten sich dann beim Buchen aber geirrt und die Pensionen verwechselt. Das "19th Green" war nicht das erwartete Haus mit Blick auf Berge und See, sondern eine sehr einfache und leider auch relativ laute Unterkunft. Nach dem tollen Ferienhaus musste die kleine Enttäuschung erst mal etwas verarbeitet werden. Auch ist Killarney und der Ring of Kerry wesentlich touristischer als Kenmare und die Beara Halbinsel. Aber letztendlich war es egal - es war sauber, das Frühstück gut und die Leute freundlich und die Gegend nach wie vor bezaubernd.
Nach dem Umzug besuchten wir Silvias Cousin Armin, der dort seit 30 Jahren lebt und eine Fleischerei mit Laden betreibt. Wir wurden sogleich mit leckerem Fleischkäse beköstigt und verabredeten uns für den Abend. Aiva, ein junges Mädchen, das bei ihm in der Ferienzeit jobbt, war bereit, auf Alexander aufzupassen. Sie hatte ein sehr gutes Händchen mit ihm und war sogleich Alexanders neuer Schwarm.
Nach dem Hallo in der Fleischerei ging es noch zum Muckross House. DER Park und DAS Haus von Killarney. Wir machten einen netten Spaziergang durch den Park auf eine kleine Halbinsel, die in den parkeigenen See hineinragt. Der Versuch, für Alexander einen Ponyritt zu organisierte, schlug leider fehl. Der einzige Pferdevermieter hat nicht verstehen wollen, dass ein halbstündiger Ausritt auf großen Pferden nichts für Dreijährige ist. Einer kurzen, geführten Runde auf dem Hof wollte er nicht zustimmen.
Schließlich wurde es auch Zeit, zurück zu fahren. Wir trafen uns mit Armin in einem Pub nahe unserer Pension und aßen gemeinsam zu Abend. Dann wurde Alexander zu Bett gebracht und Aiva, die neue Babysitterin, begleitete ihn. Es lief völlig unproblematisch, obwohl Aiva kein Deutsch sprach und Alexander natürlich kein Englisch. Aber die beiden verstanden sich auch so. Wir hatten dank Aiva einen sehr amüsanten Abend im Pub und erlebten einen sehr authentischen irischen Life Musik-Abend: Zwei Männer (Gittarist und Sänger plus Akkordeon) und eine Jugendliche, offensichtlich Tochter des einen Musikers. Sie spielte Geige, wenn auch noch etwas zaghaft. Sehr beeindruckend ein spontanes Solo-Ständchen einer Irin, die dort wie alle anderen auch im Pub zu Abend aß. Und dann gesellte sich noch ein 4. Musiker zu den Dreien mit seiner Mandoline.
Ein zwischenzeitlich etwas zu Frust geführter Tag endete sehr, sehr schön.
Unsere neue Pension: "The 19th Green", hauptsächlich für Golfer vom nahen Golfplatz gedacht
Muckross Garden mit Muckross Lake im Hintergrund
Muckross House
Die fröhliche Truppe vor dem Muckross House
Pferdekutschen im Park
Nochmal Muckross House
Der Park...
...ist durchzogen von kleinen Bächlein
Am Muckross Lake

Schöner alter Baum

Nochmal Muckross House
Ende des Rundgangs durch den Park

Der nette Abend im Pub. In der Mitte: Sylvias Cousin Armin
Die Pubmusiker: Schöne irische Folklore. Im Vordergrund: Lecker Smithwick's